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Virtuelle und reale Messen unterscheiden sich in einigen Punkten. Die wichtigsten Aspekte haben wir für Sie unter die Lupe genommen.

Die Möglichkeiten einer Produktpräsentation real und virtuelle sind mit einem Satz zu beschreiben. Virtuelle kann man auch fast alles sehen und erleben, was ein Produkt bietet. Alles außer anfassen.
Auf einer virtuellen Messe können Bilder, Texte, Broschüren, Video-Filme bis hin zu 3D-Animationen die Vorzüge eines Produkts in Szene setzen. Dabei kann man praktisch alles sehen, alles, was der Aussteller zeigen möchte. Es ist schwierig, als Besucher Schwachstellen eines Produktes zu sehen, denn diese Ansichten werden in der Regel nicht gezeigt. Gezielte Fragen können jedoch auch virtuelle die nötige Aufklärung bringen. Voraussetzung ist allerdings eine virtuelle Live-Standberatung.

Auf einer realen Messe können sich Aussteller und Besucher Face to Face unterhalten. Eine virtuelle Messe bietet nicht das volle emotionale Envolvement, bietet aber bereits umfangreiche Kommunikationsmöglichkeiten. Mit Technologien wie Chat, Video und Voice over IP ist die Standberatung auf einer virtuellen Messe voll funktionsfähig. Ein Besucher kann die für den Stand zuständigen Berater per Video-Bild sehen und ansprechen. Der Besucher hat dann die Wahl, per Text und Tastatur mit dem Berater zu kommunizieren, oder wenn die Ausstattung des Besuchers das erlaubt, bereits zu sprechen, wie am Telefon. Diese Form der Kommunikation ist technisch heute bereits machbar. Der Unterschied zum Face to Face Geschpräch schrumpft zusehends.

Eine reale Messe ist von begrenzter Dauer. Ein paar Tage haben die Aussteller Zeit, um ihre Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren, dann ist alles vorbei. Auf virtuellen Messen sind die Aussteller häufig das ganze Jahr vertreten. Es gibt hier unterschiedliche Modelle. Entweder die Aussteller haben die Möglichkeit die Inhalte Ihrer Präsentation einmal einzureichen und sind dann mit diesen Inhalten das ganze Jahr online. Oder die virtuelle Messegesellschaft bietet "virtuelle Live-Termine" an, so dass die Präsentationen der Aussteller zu den Schwerpunktthemen der Live-Termine jeweils neu ausgerichtet werden. Das erfordert von beiden Seiten einen höheren Pflege-Aufwand und stellt höhere Anforderungen an die technische Lösung der virtuellen Messe. Für Besucher ist diese Wechselausstellung jedoch interessanter. Auch die Werbetrommel kann häufiger und gezielter gerührt werden.

Der Aufwand auf einer virtuellen Messe auszustellen ist deutlich geringer als auf einer realen Messe. Kein Standbau, keine Logistik, keine Reisen, keine Übernachtungen. Inhalte müssen für beide Messen erstellt werden, lediglich die Medien und damit zusammenhängende Aufwände (Druckkosten) unterscheiden sich. Die Standberatung sollte auf einer virtuellen Messe nicht ausfallen. Damit wäre am falschen Ende gespart. Die Vorteile direkt ins Gespräch mit potenziellen Kunden zu kommen, sind größer als die Einsparung durch einen entmenschlichten Stand.
Auch für Besucher ist die virtuelle Messe mit weniger Aufwand verbunden. Keine Reise und nur ein Klick von einem Unternehmen zum nächsten. Die virtuelle Messe ermöglicht dem Besucher einen besseren Überblick und kürzere Wege. Dagegen steht der persönliche Life-Eindruck, der die Atmosphäre eines realen Messestandes vermitteln kann.

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